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9. bis 15. Mai 19. Kalenderwoche

Beratung

Helmstedt - Die Beratung von Spätaussiedlern bei den ersten Schritten in Deutschland steht durch das Zuwanderungsgesetz vor starken Veränderungen. Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche hat seine Beratungstätigkeit daher auf sämtliche Zuwanderer ausgedehnt, wie Diakonie-Mitarbeiter in der niedersächsischen Stadt Helmstedt schilderten. Nach einem Bericht der Braunschweiger Zeitung vom 11. Mai geht es bei den Gesprächen mit Ausländern und Aussiedlern immer häufiger um Existenzsicherung und die Folgen von Arbeitslosigkeit. In vielen Fällen müssten auch die neuen Sozialgesetze erläutert werden.


Jugendtreff

Neugablonz - Anfangs war es schwer für Swetlana Neufeld und Natalja Krimske, junge Aussiedler für ihren Jugendtreff „Fit“ zu gewinnen. Mittlerweile aber sind die Räume im Kellergewölbe unter der evangelischen Christuskirche im schwäbischen Neugablonz gut besucht. Nach einem Bericht der Allgäuer Zeitung vom 9. Mai bieten sie im „Fit“ mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern Disco-Abende, Video-Arbeitskreise, einen Englisch-Kurs sowie gemeinsames Kochen an. Demnächst soll es für die Jugendlichen auch eine Digitalkamera und einen Computer geben. Ziel ist, die Integration in die deutsche Gesellschaft zu begleiten.


Großfamilie

Pforzheim - Kindergärten sind gefragte Einrichtungen, besonders solche, die Kleinkinder zwischen eineinhalb und drei Jahren betreuen. Als in der süddeutschen Stadt Pforzheim eine Elterninitiative die Betreuung von Kleinkindern anbot, rechnete man mit großem Zuspruch, da in der Nähe zahlreiche Familien mit Kindern lebten. Nach einem Bericht der Pforzheimer Zeitung vom 9. Mai zeigte sich jedoch, dass nur wenige Eltern in dem vornehmlich von Aussiedlern bewohnten Gebiet auf das Angebot eingingen. Der Grund: Aussiedler geben ihre Kinder lieber in die Obhut von  Großeltern, wie es in Russland oder Kasachstan offenbar weit verbreitet ist.


Teure Geschenke

Plattling – Eine kostenloser Ausflug und wertvolle Geschenke, wer mag darauf schon verzichten? Auf verlockende Angebote dieser Art fallen häufig Aussiedler herein, die noch nicht lange in Deutschland leben. Die Plattlinger Zeitung warnt am 11. Mai vor unseriösen Angeboten: Auf Flugblättern oder in Zeitungsanzeigen wird zu Busfahrten eingeladen, die sich bald als Verkaufsveranstaltung mit überteuerten Produkten entpuppen. Die Eingeladenen lassen sich nach dem Zeitungsbericht häufig durch das forsche Auftreten der Verkäufer einschüchtern. Manche Teilnehmer fühlten sich verpflichtet, trotz schmaler Geldbeutel hunderte Euro auszugeben.


Vor Gericht

Landshut - Weil er einen Landsmann am Telefon beleidigt haben soll, wurde der aus Kyrgyzstan stammender 43-jährige Wladimir Wolkow von vier russlanddeutschen Männern verprügelt, mit Benzin überschüttet und angezündet. Nun müssen sich die Täter im bayerischen Landshut vor Gericht verantworten. Drei haben ein Geständnis abgelegt, berichtet am 12. Mai die Passauer Neue Presse. Der Vierte war zunächst nach Moskau geflohen, wurde bei seiner Rückkehr aber festgenommen.


Waffen und Drogen

Erfurt - Handfeuerwaffen, Drogen und vermutlich gestohlene Elektrogeräte wurden einem 24-jährigen Spätaussiedler zum Verhängnis. Nach einem Bericht des Internetdienstes e110-Crime aktuell vom 13. Mai entdeckte die Polizei die Gegenstände in der Wohnung des Mannes und nahm gleich noch einen 26-jährigen Verwandten fest, der sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt und zuvor schon wegen verschiedener Delikte aufgefallen war.


Retter in der Not

München – In München hätte ein Spätaussiedler aus Kasachstan seine Hilfsbereitschaft beinahe mit dem Leben bezahlt. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 12. Mai warf sich der 39-jährige Mann  schützend vor eine aus Vietnam stammende Frau, die von zwei Männern belästigt wurde. Einer der beiden Angreifer attackierte ihn daraufhin mit einem Messer und verletzte ihn schwer. Mittlerweile ist er außer Lebensgefahr.


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