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zum Autor

Ulrich Mohl hat Geschichte, Philosophie, Geographie und Französisch in Tübingen studiert und war an verschiedenen Gymnasien tätig. Daneben erlernte er die russische Sprache und bereiste die Sowjetunion. Er lebt in Pfullingen und verlegt seit 1997 Bücher.

siehe auch:
Ulrich Mohl, Vergessene Schicksale schwäbischer Auswanderer in Rußland, in: Reutlinger Geschichtsblätter, NF 36, 1997, S. 265-335

zum Text

Helenendorf: Schwäbischer Pioniergeist im Kaukasus

Aufstieg und Niedergang einer russlanddeutschen Siedlung
Helenendorf: Schwäbischer Pioniergeist im Kaukasus Herbst 1817: Von Ulm fuhr die Auswanderer auf den „Ulmer Schachteln“ die Donau abwärts

Sie wanderten als arme Handwerker und Bauern aus - ihre Nachkommen kehrten mit leeren Händen wieder zurück. 1817 wanderten schwäbische Untertanen ins heutige Aserbaidschan aus. Sie gründeten die Siedlung Helenendorf, erarbeiteten sich teils immensen Reichtum und prägten die fruchtbare Region. Doch nach 125 Jahren war alles verloren. Der Verleger und Autor Ulrich Mohl hat die Geschichte Helenendorfs nachgezeichnet.

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Jacob Schmal, 1941 letzter Sprecher des Wolgadeutschen Rundfunks in Engels, über Motive und enttäuschte Hoffnungen junger Russlanddeutscher in der sowjetischen Armee:

„Meine Altersgenossen und ich waren allesamt im Sinne der Partei als Komsomolzen erzogen worden, und wir hatten nur eins im Sinn: diesen verdammten Krieg zu beenden. Die wehrpflichtigen jungen Wolgadeutschen meldeten sich deshalb fast ausnahmslos an die Front - nicht weil sie dem sowjetischen Staat so ergeben waren, nein, wir wollten gegen Hitlerdeutschland marschieren, denn der Vormarsch der deutschen Truppen machte uns allen Angst.

Uns fiel auf, dass in der sowjetischen Presse mit keinem Wort erwähnt wurde, dass auch wolgadeutsche Soldaten an der Front kämpften. Mit einer einzigen Ausnahme: Am 24. August 1941 erschien die Jugendzeitung ‚Komsomolskaja Prawda‘ mit einem ganzseitigen Beitrag über den wolgadeutschen Soldaten Heinrich Hoffmann, der sich den deutschen Truppen widersetzt hatte und von ihnen getötet wurde.

Wir waren zunächst sehr erleichtert und glaubten an einen Sinneswandel bei Armee und Regierung. Doch das war ein Fehler. Die wolgadeutschen Soldaten wurden nach und nach aus der Armee entfernt, viele nach Sibirien deportiert, andere endeten in Baubrigaden und mussten dort Schwerstarbeit verrichten.“


Erst geehrt und dann beseitigt

Zeitschrift würdigt Beitrag von Russlanddeutschen im Zweiten Weltkrieg

65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erscheint die regierungsamtliche Historien-Zeitschrift "Rodina" in Russland mit einem Beitrag, der die Rolle junger Russlanddeutscher im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht würdigt. Wird nun das verordnete Geschichtsbild eine Korrektur erfahren?

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Nationale Geschichtsbilder – Ein Aufruf von Memorial

Das 20. Jahrhundert hat in der Erinnerung der Völker Osteuropas tiefe Wunden hinterlassen: Revolutionen, Diktaturen, Weltkriege, die nationalsozialistische Unterwerfung und der Holocaust sind unvergessen. Jede Gesellschaft erinnert und verarbeitet die eigene Erfahrung auf ihre Art. Häufig steht die Erinnerung eines Volkes im Widerspruch zu der eines anderen. ...

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Gedenkstein in St. Petersburg für die Opfer politischer Gewalt


Arseni Roginski, Fragmentierte Erinnerung -
Stalin und der Stalinismus im heutigen Rußland

Die Erinnerung an den Stalinismus ist im heutigen Rußland ein so aktuelles wie heikles Thema. Die Buchläden quellen über von belletristischer, publizistischer und pseudohistorischer Literatur zum Lobe Stalins. In Meinungsumfragen wird er unweigerlich unter den drei "herausragendsten Persönlichkeiten aller Zeiten" genannt, und neuere Schulbücher für den Geschichtsunterricht rechtfertigen Stalins Politik. ...

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Memorial erhält „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“

Europaparlament würdigt Engagement für Menschenrechte

Die russische Menschenrechtsorganisation Memorial wird mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit ausgezeichnet. Seit 1988 zeichnet das Europaparlament damit den Einsatz für Menschenrechte aus.

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Spurensuche in Odessa

Besuch bei Iwan Lewin, der in die Heimat seiner Eltern zurückgekehrt ist
Spurensuche in Odessa Iwan Lewin
Foto: Swetlana Tarassjuk

Studenten der Universitäten von Odessa und Nikolajew haben sich ein Wochenende lang auf die Spuren der deutschen Minderheit in und um Odessa begeben. Sie fuhren nach Petrodolina, das früher einmal Peterstal hieß. Dort trafen sie den Tischler Iwan Lewin, einen Deutschen, der aus Kasachstan stammt und lieber russisch spricht.

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Lager Friedland soll Erlebnis-Museum werden

Niedersachen plant Eröffnung für 2013

Aus dem Grenzdurchgangslager Friedland soll mit Millionenaufwand ein Erlebnis-Museum entstehen. Rund 650.000 Euro habe die niedersächsische Landesregierung allein für die Planung vorgesehen, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am 23. August in der Aufnahmeeinrichtung bei Göttingen.

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„Vom Kaukasus nach Kasachstan“

Dreibändige Reihe ist vollständig

Mit dem dritten Band hat Edgar Reitenbach die Reihe „Vom Kaukasus nach Kasachstan“ abgeschlossen. Fast zehn Jahre hat der 68-Jährige damit verbracht, die Erinnerungen russlanddeutscher Landsleute zusammenzutragen und zu dokumentieren. In einem Brief an den Autor schrieb der aserbaidschanische Historiker Mammäd Dschafarli, der im ersten Band mit einer kurzen Abhandlung über die Deportation der Deutschen aus dem Südkaukasus vertreten ist: „Sie haben ein geschichtliches Andenken für die kommenden Generationen geschaffen.“

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Gedenken an Alexander Schmorell

Gründer der „Weißen Rose“ wird in Orenburg geehrt
Gedenken an Alexander Schmorell Alexander Schmorell
Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Von 13. bis 17. September finden in der russischen Stadt Orenburg mehrere Veranstaltungen zur Erinnerung an Alexander Schmorell statt, der am 16. September 90 Jahre alt geworden wäre. Schmorell war gemeinsam mit den Geschwistern Scholl Mitglied der Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose". Die Veranstaltungsreihe ist Teil der Deutschen Kulturtage in der Ural-Stadt.

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