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Brachliegende Potentiale

Vielen Lehrern ist der Weg in die Schule verbaut
Brachliegende Potentiale Eine Mathematiklehrerin erläutert den Lehrstoff
Foto: Eugen Eichelberg

Russlanddeutsche Aussiedler müssen häufig einen beruflichen Abstieg in Kauf nehmen, wenn sie nach Deutschland kommen. In besonderer Weise sind Lehrerinnen und Lehrer betroffen, deren Studienabschlüsse nicht den deutschen Anforderungen entsprechen. Der Soziologe Eugen Eichelberg hat dazu eine Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse er jetzt für eine Konferenz in Omsk aktualisiert hat.

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Wissenschaftler befragen Rückkehrer

Studie über russlanddeutsche „Heimkehrer“ geplant

Rund 12.000 Spätaussiedler sind angeblich in den vergangenen Jahren dorthin zurückgekehrt, wo sie herkamen. Genaues weiß niemand, offizielle Zahlen existieren nicht. Mitarbeiter der Universität Trier wollen der Sache jetzt nachgehen. Sie suchen Russlanddeutsche, die Deutschland verlassen haben und darüber sprechen möchten.

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Ein deutscher Name macht mehr her

Auf dem Arbeitsmarkt ist die Diskriminierung längst nicht überwunden

Fatih Yildiz muss sich mehr anstrengen als Tobias Hartmann, bei deutschen Firmen eine Anstellung zu bekommen. Besonders schwer wird es für Menschen mit fremd klingenden Namen, wenn sie noch keine Gelegenheit hatten, ihr Können unter Beweis zu stellen.

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Babylon an der Wolga

Eine russlanddeutsche Sprache hat sich nie entwickelt

Sprachforscher beschäftigen sich derzeit intensiv mit den Dialekten deutscher Auswanderer. Oftmals sind es äußere Bedingungen gewesen, die verhindert haben, dass sich aus der Mundart eine eigene Sprache entwickelt hat. Das Beispiel Russland.

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Der nebenstehende Beitrag erschien zuerst bei www.goethe.de

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Goethe-Instituts

„Ätch hebb Lächer in mine nije strömp“

Sprachwandel in deutschen Sprachinseln
„Ätch hebb Lächer in mine nije strömp“ Deutschunterricht in Rotfront
Foto: Stephan Münchhoff

Im kirgisischen Rotfront pflegen die Nachkommen deutscher Siedler ihre Dialekte und Traditionen. Doch auch hier ist Russisch auf dem Vormarsch. Wissenschaftler der Europa-Universität Viadrina untersuchen den Sprachwandel in deutschen Sprachinseln.

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Aus der Not geboren

Die Deutsch-Kasachische Universität in Almaty
Aus der Not geboren Foto: Deutsch-Kasachische Universität

Zum Ende der Sowjetunion zählte die deutsche Minderheit in Kasachstan über eine Million Menschen. Das war einer der Gründe, die Deutsch-Kasachische Universität in Almaty zu gründen. Heute studieren dort 500 junge Leute.

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Kulturgeografin erhält Wissenschaftspreis

Olga Krahn untersucht Integration von Spätaussiedlern in der Stadt
Kulturgeografin erhält Wissenschaftspreis Foto: privat

Die Eichstätter Kulturgeografin Olga Krahn hat den Augsburger Förderpreis für Interkulturelle Studien 2009 erhalten. In ihrer Diplomarbeit geht sie der Frage nach, wie sich die Integration von Spätaussiedlern unter städtischen Bedingungen vollzieht. Der Förderpreis wird vom "Forum Interkulturelles Leben und Lernen e.V." gemeinsam mit der Stadt und Universität Augsburg verliehen.

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der Beitrag erscheint mit
freundlicher Genehmigung
der Zeitschrift
"nah & fern"

Das Kulturmagazin "nah & fern" berichtet über Migration, Partizipation und benachbarte Themen in Politik, Arbeitswelt, Gesellschaft und Kultur. Zentral ist dabei die Frage, ob und inwiefern Migrantinnen und Migranten gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben in Deutschland und anderen Ländern teilhaben können.

Die erste Ausgabe von "nah & fern" erschien noch in der "alten" DDR im Sommer 1989 zum Kirchentag in Leipzig. Zunächst herausgegeben vom Ökumenisch-Missionarischen Zentrum Berlin-Ost, beteiligte sich ab der zweiten Ausgabe das Evangelisch-Lutherische Missionswerk Leipzig (LMW) an der Herausgabe der Zeitschrift. Seit November 2005 erscheint die die Zeitschrift im von Loeper Literaturverlag.


Zwischen Erfolg und Diskriminierung

Jugendliche Spätaussiedlerinnen im Gymnasium
Zwischen Erfolg und Diskriminierung Foto: Fran Priestly/ stock.xchng

Olga, Tanja und Lydia sprechen fließend und akzentfrei Deutsch, gehen aufs Gymnasium und wollen später studieren. Zum Schulerfolg tragen hohe Bildungsaspirationen, enge familiäre Bindungen und eine große Anpassungsbereitschaft bei. Trotz guter Leistungen erleben die jungendlichen Spätaussiedlerinnen die Institution Schule jedoch als streng, fordernd und unerbittlich. Das bestehende monokulturelle Schulsystem zwingt Jugendliche mit Migrationshintergrund dazu, einen Teil ihrer Identität zu verstecken.

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Ein Leben für die Sprache

Mit 90 Jahren unterrichtet Albert Herdt noch angehende Deutschlehrer
Ein Leben für die Sprache Foto: Lena Pewzowa

Albert Herdt könnte längst seinen Lebensabend genießen. Doch immer noch unterrichtet der 90-Jährige an der Südlichen Föderalen Universität Rostow am Don deutsche Sprache. Mit dem russischen Schriftsteller Michail Scholochow verband den Russlanddeutschen eine lange Freundschaft.

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Wer kann an der Umfrage teilnehmen?

- Jugendliche der deutschen
  Minderheit in Russland
  und Kasachstan
- junge Aussiedler
  in Deutschland

Russlanddeutsches Lebensgefühl

Eine Umfrage unter Jugendlichen in Russland und Kasachstan

Wie sieht das Leben junger Leute mit deutschen Wurzeln in Russland und Kasachstan aus? Professor Friedhelm Vahsen und seine Mitarbeiterin Gudrun Mane aus Hildesheim gehen dieser Frage nach. Aus früheren Untersuchung weiß man, dass heute vor allem jüngere Russlanddeutsche mit ihrer Ausreise nach Deutschland pragmatische Ziele verbinden: materielle Sicherheit, berufliches Fortkommen.

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