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Deutscher Schriftsteller sucht an der Wolga nach literarischen Anregungen

Deutscher Schriftsteller sucht an der Wolga nach literarischen Anregungen Deutscher Schriftsteller sucht an der Wolga nach literarischen Anregungen
Foto: ORNIS

atow (ORNIS) - Der Alltag in der russischen Provinz hat es Christoph Brumme angetan. Auf der Suche nach Anregungen für seine literarische Arbeit hielt sich der deutsche Schriftsteller kürzlich in Saratow auf. Im Deutschen Lesesaal der Stadt las Brumme aus seinen Werken und debattierte an der Universität mit Studenten der deutschen Sprache.

Christoph Brumme bevorzugt die Seitenstraßen von Saratow, die abgelegenen Gegenden, in denen die Vergangenheit noch lebendig ist. Die baufälligen Holzhäuser am Stadtrand gefallen ihm mehr als die Geschäfts- und Wohnhäuser aus jüngeren Jahren. Der Schriftsteller aus Berlin liebt die russische Provinz. Hier findet er die Bilder wieder, die sich seit seiner Jugend aus den Erzählungen Anton Tschechows, Iwan Gontscharows und Fjodor Dostojewskis eingeprägt haben.

Die russische Literatur ist Brumme gut bekannt. 1962 in der Kleinstadt Wernigerode geboren, die der Schriftsteller Hermann Löns einst die „bunte Stadt am Harz“ nannte, wuchs Brumme in der ehemaligen DDR auf und wusste bereits als 13-Jähriger, dass er einmal Schriftsteller werden würde. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zunächst als Briefträger, Maurer, Drucker und Schauspieler. Daneben hörte er aber auch Philosophie-Vorlesungen an der Universität in Berlin, wo er sich als Gasthörer einschrieb.

Mit kleinen Erzählungen und Essays begann die schriftstellerische Tätigkeit Brummes, bis er 1994 seinen ersten Roman „Nichts als das“ veröffentlichte. Drei Jahre später erschien sein zweiter Roman „Tausend Tage“, in dessen Mittelpunkt der 18-jährige Kian steht, der sich für drei Jahre zur Armee verpflichtet, den jedoch die Suche nach dem privaten Glück mehr interessiert als Militär und Sozialismus. In den vergangenen Jahren erhielt Brumme zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen. 1998 zählte er zu den ersten Künstlern, die von der bayerischen Stadt Bamberg eine Zeitlang ins Künstlerhaus „Villa Concordia“ eingeladen wurden, um hier frei von materiellen Sorgen ihrer Arbeit nachzugehen


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