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Foto: Eva Kröcher / creative commons

Auf Stimmenfang unter Russlanddeutschen / Seite 8

Wandel durch Aufklärung

Die Ausführungen sollten deutlich gemacht haben, auf welchen Grundlagen die auf den ersten Blick paradoxen Beziehungen zwischen Russlanddeutschen und der NPD erfolgen und warum ein Teil der Russlanddeutschen diese Partei als relevanten Partner sieht. Dieses Beispiel sollte auch zum Nachdenken über die Einwanderungs- und Integrationspolitik anregen.

Das Problem in dem konkreten Fall besteht darin, dass den aus Russland und den GUS-Staaten gekommenen Aussiedlern vielleicht gar nicht bewusst ist, wie negativ die Kooperation mit einer rechtsradikalen Partei von der Gesellschaft bewertet wird und welche Folgen dies auf ihre Integration in die Gesellschaft haben kann.

Dass die Integration der Einwanderer in der Regel nur über Sprachkurse erfolgt, die keine Kenntnisse über das politische System, die politischen Parteien und politische Kultur ihrer alten-neuen Heimat vermitteln, überlässt diese aus Ländern mit absolut anderer politischen Kultur kommenden und sich in einer neuen Umgebung noch suchenden Menschen der spekulativen Rhetorik politischer Kräfte, mit denen sie vielleicht keine Kontakte haben wollten, wenn sie wüssten, was dahinter steckt. Umso wichtiger ist politische Bildung vor allem auch in Migrantenkreisen.

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Ihre Meinung

Obwohl, 13.04.2011 11:24:54:

Ic kann es nachvollziehen, das die eine oder andere Gruppe der Russlanddeutschen sich vernachlässigt und unrecht behandelt fühlt - das ist zum Teil auch berechtigt. Es ist ausserdem sehr wichtig über die Geschichte der Russlanddeutschen aufzuklären. Mein Problem ist, warum z.B. die Frau Haverbeck bei euch auf einer Versammlung zu Wort kommt? Ihr fährt eine falsche Spur... .

Heinrich Daub, 20.08.2010 16:34:43:

Ich gib es ja selbst zu, dass ich Angst von der Überfremdung unserer Gesellschaft habe. Aber ich habe keinen Hass gegenüber Menschen anderer Volkszugehörigkeit oder Rasse. Ich bin überzeugt, das die heutige Einwanderungspolitik, die zu einer noch größerer Multikulturalisierung der Gesellschaft führt, bringt uns in der Zukunft ethnische Konflikte, wie in der UdSSR und Jugoslawien.

Svetlana, 20.08.2010 10:34:29:

In diesem Regenbogengeseltschaft darf man ohne Angst nur Deutschen angreifen. Wenn aber jemand wie z. B. Herr Sarrazin von seiner grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit Gebrauch macht und etwas sagt, das mit den Vorstellungen linker Moralwächter und geistiger Blockwarte nicht übereinstimmt, treten als erstes nach Art pawlowscher Reflexe zahllose Betroffenheitsfanatiker in Erscheinung.

Heinrich Daub, 19.08.2010 20:02:43:

An Maik Gubberries: "Eine klare Antwort auf die Frage von Dmitry: Ja, "Ost-West-Panorabla" ist rechtsradikal und antisemitisch." Nach welchen Kriterien bestimmen Sie das? Nach zwei- und mehdeutigen Definitionen, die Sie selbst basteln? Genau, wie die Definition von "Xenophobie" im Artikel von K. Tschepikowa und Dr. O.Leiße: was ist es eigentlich: Hass gegen Fremde oder Angst?

von Redaktion ORNIS, 19.08.2010 10:43:06:

im Kommentar von M. Guberries ist der Link zu einer Webseite unkenntlich gemacht worden. Die Redaktion kann nicht einschätzen, ob auf der Webseite strafwürdige Inhalte verbreitet werden. Nach Sichtung der Webseite kann man sich des Eindrucks jedoch nicht erwehren, dass die Einschätzung M. Guberries‘ zutrifft.

Maik Guberries, 19.08.2010 10:41:55:

Eine klare Antwort auf die Frage von Dmitry: Ja, "Ost-West-Panorabla" ist rechtsradikal und antisemitisch. Mehrere Ausgaben können nachgelesen werden auf der Webseite russischer Faschisten (XXXX), die OWP eine Plattform bietet. Chefredakteur Heinrich Daub und seine Autoren haben sich gewiss ohne Zwang an die Seite solch furchtbarer Menschenverachter begeben.

Dmitry, 18.08.2010 23:52:31:

Amerikanischer Politiker und Publizist Patrik Buchmann sagte: „Die Welt weiß alles darüber, was von Deutschen getan worden ist, die Welt weiß aber nichts darüber, was den Deutschen angetan worden ist“. Nicht einmal die meisten Deutschen von heute wissen es! “Ost-West Panorama“ bemüht sich die Lücke zu schließen, nicht mehr und nicht weniger. Ist es „rechtsradikal“ oder „antisemitisch“, wie die Autoren schreiben?

Svetlana, 18.08.2010 14:11:18:

„angeblich die Rolle der Russlanddeutschen im Zweiten Weltkrieg falsch darstelle“. Wenn die Autoren zweifeln, dass im Schulbuch unverschämte Luge über Rußlanddeusche geschrieben wurde, sollen sie Ukas vom 28. August 1941 lesen. Alle Deutschen wurden pauschal zu „Verrätern“ erklärt, nach Sibirien und Kasachstan deportiert, vorher die Deutschen aus der Ukraine und der Krim. Unsere Eltern nie als „Täter“, aber als „Opfer“ bezeichnen kann, und unsere Kinder haben das Recht auf Wahrheit.

IgorD, 18.08.2010 09:04:07:

Man kann das ganze Volk nicht ewig düpieren. Warten Sie mal ab!

Walter, 17.08.2010 14:24:57:

"Ich schreibe das, dass niemand glaubt, junge Generation ist so wenig aufgeklärt wie viele von der alten Generation." Was meinen Sie Tatjana Tchessanova, mit d.Aufklärung?? Schuldgefühl, Opfer-Täter-Rolle? Und über was ist junge Generation aufgeklärt?? Über der verfälschten Behauptungen in Geschichtsbuch??

Dmitry, 16.08.2010 13:14:16:

„Die Darstellung von Themen wie Afghanistan, Irak, …Raketenabwehrsystem in Osteuropa entspricht der offiziellen Sicht aus Moskau.“ „Panorama“ ist nicht New York Times, um Busch-Regierung Politik zu verteidigen. Als Leser der „Panorama“ erfahren Sie Hintergründe des Geschehens, von denen der Durchschnittsbürger nichts ahnt. Genau das ist ärgerlich. Eine offene Diskussion ist nicht erwünscht und soll verhindert werden. Dies passt zu totalitären Staaten, aber nicht zu einem freiheitlichen Rechtsstaat.

Heinrich Daub, 14.08.2010 22:40:13:

An Gerd aus Freiburg: "Komisch, dass sich hier so viele Leute zu Wort melden, die in Deutschland nur perspektivlos im Regen stehen." Woher haben Sie das? Haben Ihnen alle diese Menschen, die hier in der Diskussion teilnehmen, schon Ihren Lebenslauf erzählt? Oder sollen Sie das? Diskutieren muss man konstruktiv und nicht Menschen, die Sie nicht können, verleumden.

Gerd aus Freiburg, 14.08.2010 15:49:55:

Nicht weit von Freiburg leben viele Spätaussiedler, in Lahr. Beruflich und privat kenne ich eine ganze Reihe von ihnen. Alle sind aktiv und sozial engagiert. Unter ihnen ist keiner, der eine demokratiefeindliche, sprich: rechte Gesinnung hat. Komisch, dass sich hier so viele Leute zu Wort melden, die in Deutschland nur perspektivlos im Regen stehen.

Johannes, 14.08.2010 13:47:00:

Wenn CDU/CSU wirklich christlich, demokratisch und sozial wären; wenn Grüne wirklich für die Umwelt eintreten würden; wenn SPD tatsächlich die Partei kleiner Leute wäre und die FDP wirklich für die Freiheit der Deutschen kämpfen würde, dann hätten wir alle kaum eine Partei wie NPD gebraucht. Doch die Parteien heißen nur unterschiedlich, in ihrem Wesen sind sie alle gleich.

Heinrich Daub, 13.08.2010 16:29:13:

An Mikh Garder "hat ja ewig gedauert, bis der rechte Rand auf den Artikel aufmerksam geworden ist". Bedeutet ja nur, dass die Seite sehr selten von Russlanddeutschen besucht wird. Hatten Sie etwas anderes erwartet? Auch etwas substanzielleres haben wir uns einfallen lassen: ich bezweifle aber das Ornis das veröffentlicht.

Buchholz, 13.08.2010 01:09:18:

Liebe Landsleute, langsam kommt es auch beim letzten unter euch an, wie dieses System funktioniert! Ihr habt vorher lange Kämpfe durchgestanden, um in ein Land zu kommen, in welchem nach eurem früheren Duktus Freiheit herscht! Doch was habt ihr wirklich vorgefunden? Etwas ähnliches, wie im früheren Russland, nur anders angemalt......

Tatjana Tchessanova, 13.08.2010 10:36:28:

Ich meine, dass die meisten junge Russlanddeutsche eine vollkommen andere Meinung haben. Ich schreibe das, dass niemand glaubt, junge Generation ist so wenig aufgeklärt wie viele von der alten Generation. Junge Generation ist in Deutschland angekommen (so sagt man doch!?), mir ist es schmerzlich, dass viele von der alten Generation das nicht mehr schaffen und rechtsradikal werden.

Mikh Garder, 13.08.2010 00:34:49:

hat ja ewig gedauert, bis der rechte Rand auf den Artikel aufmerksam geworden ist. Nu hatten sie doch reichlich Zeit, sich was Substanzielles einfallen zu lassen. Stattdessen die ewige Underdog-Nummer: alle sind sie gegen uns. Die werden nie in der Realität ankommen.

lydia, 12.08.2010 22:56:33:

Aber für die Internetseite Ornis ist das ja nichts Neues. Die Redaktion von Ornis stellt solche Hetzartikel gegen die Russlanddeutschen auf den eigenen Seiten schon 2 Jahre lang. Es wird wieder über uns gesprochen, aber nicht mit uns. Und wenn wir selbst zu Wort kommen, wird die Diskussion schnell abgeschlossen.

lydia, 12.08.2010 22:53:11:

Schlimm, das so etwas von sich behauptet, für Russlanddeutsche zu sprechen.“ Genau so hat man, z.B. in der UdSSR das Buch vom Nobelpreisträger Pasternak verboten: „Das Buch „Doktor Schiwago“ von Pasternak habe ich nicht gelesen, aber ich verurteile es“. Leben Sie geistig schon in einer Diktatur? In dem Artikel von Ksenia Tschepikowa und Dr. Olaf Leiße werden wir als Volksgruppe erniedrigt, als Dumme Schäfchen, die selbst nicht verstehen, welche Politik sie wollen, herausgestellt.

AlexanderB., 11.08.2010 16:46:00:

Quatsch. Wir wissen schon, wie negativ das Patriotismus und gesundes Konservatismus von der Medien in BRD bewertet wird und welche Folgen dies für unseren Volk haben kann. Wir wissen auch, wie wichtig das Begriff "Heimat" ist. Wir wissen es schon, wie Medien lügen. Deswegen stehen wir für deutschen Patriotismus.

Heinrich Daub, 11.08.2010 08:43:50:

Das Kommentar von der Einheimischen habe ich nicht verstanden. Ich habe hier nur ein kleines Kommentar hinterlassen, der Artikel ist von Dr. Leiße und Kcenia Tschepikowa geschrieben. Die Gefahr einer Diktatur in unserer Gesellschaft haben wir, die kommt aber von links, die rechten sind sehr schwach. Diser Artikel hier, ist ein gutes Beispiel, dass diese Gefahr illustriert.

Einheimische, 11.08.2010 00:10:41:

Es heißt: Vielen Dank für Ihren Kommentar. MfG Ihr Artikel kommt mir so vor, als ob Sie hier das gern haben möchten, vor dem Sie in der UdSSR geflohen sind: Zensur, Meinungsterror, Ausgrenzung von Minderheiten und Unterdrückung. Sie dürfen sich freuen: Wir haben es - auch dank Ihrer freundlichen Unterstützung - schon! Sie haben es nur noch nicht gemerkt. Aber die Gulags warten schon.

Heinrich Daub, 11.08.2010 00:07:54:

Das ist natürlich kein wissenschaftlicher Bericht. Es ist ein für unsere Zeit typischer antipatriotischer, antideutscher Hetzartikel. Es wundert mich, dass eine Russin sich in so einem Artikel beteiligt. Das kann ich mir nur durch ihr junges Alter und Unerfahrenheit erklären. Ich empfehle beiden genau so einen gegen die russische Patrioten zu schreiben und dan abwarten, welche Komentare kommen.

Alex, 10.08.2010 23:57:03:

"...gehören die meisten Spätaussiedler gleich nach der Einwanderung als Hartz IV- und Sozialhilfeempfänger eher zu den unteren sozialen Schichten, und viele bleiben für immer auf dieser Position." Das ist dreist und unwahr. Nur sehr wenige bleiben Hilfeempfänger. Die Mehrzahl hat sich mit großem Fleiß schon wieder einen gewissen Wohltand erarbeitet.

Claudia, 07.08.2010 22:39:23:

Ich bin doch sehr erstaunt, soviel Blödsinn und Lügen zu lesen. a): Ost-West-Panorama gibt es noch und erfreulicherweise ist es am wachsen. b): Leider SIND die Ausländer, vor allem Türken, sehr viel krimineller als Deutsche. (In Berlin sind 80% der jugendlichen Straftäter Nichtdeutsche.) c): Die NPD ist eine legale Partei

Sven, 19.05.2010 15:04:01:

Einigen Leuten scheint nicht klar zu sein, dass in unserem Grundgesetz steht: Eine Zensur findet nicht statt! Auch ist die NPD keine verbotene Partei. Sind Sie mit dem Inhalt nicht einverstanden? So muß man doch diskutieren und nicht Etiketen austeilen: der ist ein Extremist, der ein Nazi, sind wir in einer Diktatur? Es passiert in BRD noch abschreckende als bei Stalin...

Internerd, 26.03.2010 16:12:34:

Wozu die Aufregung? Ost-West-Panorama gibt es nicht mehr, das hat sich erledigt. Seit Monaten sagt die OWP-Internetseite, dass man bald wieder erscheinen will. Aber daraus wird bestimmt nichts.

Viktor, 22.03.2010 20:01:42:

ganz deiner Meinung. Aber ein Satz hat mich doch geaergert, naemlich wo steht, dass "Aussiedlern vielleicht gar nicht bewusst ist, wie negativ die Kooperation mit einer rechtsradikalen Partei von der Gesellschaft bewertet wird". Unter Aussiedlern gibt es bestimmt nicht mehr und nicht weniger Rechtsextreme wie im Rest der Deutschen. Prozentual.

Isabel, 22.03.2010 19:37:54:

wichtiger Beitrag. Mir gefällt, dass die Verfasser es geschafft haben,auf ein Problem hinzuweisen und nicht sofort die gesamte Volksgruppe in einen Topf werfen. Das ist nämlich oft so wenn es um Russlanddeutsche geht. Das „Ost-West-Panorama“ kenne ich nicht. Schlimm, das so etwas von sich behauptet, für Russlanddeutsche zu sprechen.


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Dr. Andreas Umland

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Am 27. Januar 2010 hat er an der Martin-Luther-Universität in Halle zur Bedeutung des erstarkten russischen Rechtsextremismus referiert und die beiden wichtigsten Ideengebäude - Wladimir Shirinowskijs so genannte Liberal-Demokratische Partei sowie Alexander Dugins Internationale Eurasische Bewegung - vorgestellt.

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