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+ + + Neues in Kürze + + + Neues in Kürze + + + Neues in Kürze + + +Omsk: Streit bei Wahl zur Kulturautonomie Omsk (23. Dezember 2010) - Tumultartig muss es bei der jüngsten Tagung der Nationalen Kulturautonomie in Omsk zugegangen sein. Erst im zweiten Anlauf gelang es dem früheren Leiter des deutschen Landkreises Asowo, Bruno Reiter, zum Vorsitzenden der regionalen Kulturautonomie im Gebiet Omsk gewählt zu werden. Gegen Reiter war der Unternehmer Viktor Sabelfeld angetreten, heute Landrat von Asowo. Zu den Gästen der Konferenz zählte nicht nur lokale Politprominenz, auch die Spitzen des Internationalen Verbands der deutschen Kultur (IVdK) und der Föderalen Nationalen Kulturautonomie (FNKA) waren eigens aus Moskau angereist. Das hielt Teilnehmer jedoch nicht davon ab, sich in gegenseitigen Anschuldigungen zu ergehen. Als Viktor Eichwald, ehedem Ratsmitglied des IVdK und verantwortlich für die russlanddeutsche Zeitschrift „Kultura“, in seiner Wortmeldung IVdK- und FNKA-Präsident Heinrich Martens heftig kritisierte, verließ dieser unter Protest die Versammlung. Derweil veröffentlicht der IVdK auf seiner Internetseite die Weihnachtsgrüße des deutschen Aussiedlerbeauftragten Christoph Bergner. Darin gibt sich der Parlamentarische Staatssekretär zuversichtlich, „dass sich die Selbstorganisation der Russlanddeutschen in der Russischen Föderation konsolidiert hat“. Nowaja Gaseta wird Partner von Wikileaks Moskau (22. Dezember 2010) - Die russische Zeitung Nowaja Gaseta ist jetzt Partner der Enthüllungsplattform Wikileaks. Zugleich kündigte das Blatt eine Informationsoffensive gegen korrupte Spitzenpolitiker an: "Ab jetzt ist niemand von ihnen vor der Wahrheit geschützt." Wikileaks hatte erst kürzlich für Aufsehen gesorgt, als mehrere tausend Depeschen von US-Diplomaten mit teils wenig schmeichelhaften Äußerungen über ausländische Politiker veröffentlicht wurden. Damals hatte sich der russische Ministerpräsident Wladimir Putin noch zum Schutz von Wikileaks aufgeschwungen, als die US-Regierung mit Repressalien gegen die Veöffentlichung reagierte. Dreiste Betrugsversuche Siegen (12. Dezember 2010) - Betrüger haben russlanddeutsche Familien in der Siegerland-Gemeinde Burbach per Telefon dazu bringen wollen, mehrere tausend Euro zu bezahlen, um vermeintliche strafrechtliche Ermittlungen gegen Familienangehörige zu vermeiden. Die Masche: In russischer Sprache wurde behauptet, Familienengehörige seien schuldhaft in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Um polizeilicher Verfolgung und einer zu erwartenden Gefängnisstrafe zu entgehen, könne die Angelegenheit auch mit einer einmaligen Bezahlung von 10.000 Euro erledigt werden. In allen Fällen waren die Nachrichten frei erfunden. Da weitere Betrugsversuche nicht auszuschließen sind, sollten die Betroffenen sich mit der Polizei in Verbindung setzen. Alfred Eisfeld berät Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" Frankfurt (23. November 2010) - Der Historiker Alfred Eisfeld vom Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa in Lüneburg ist zum Mitglied des Beraterkreises der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung berufen worden. Aufgabe des 15-köpfigen Gremiums ist, das Ende Oktober vorgelegte Konzept der geplanten Ausstellung zum Thema Vertreibungen zu prüfen. Eisfeld ist auch Mitglied im Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Die bisherige Arbeit der Stiftungsinitiative stand unter keinem guten Stern. Zahlreiche Mitglieder des früheren Beraterkreises hatten das Gremium verlassen, ein Ausstellungskonzept hatte lange auf sich warten lassen. Schließlich hatte im September eine Gruppe von Historikern alternative Vorstellungen zu einem Ausstellungskonzept vorgelegt. Lew Kopelew-Preis für "Nowaja Gaseta" Köln (21. November 2010) - Die in Moskau erscheinende Zeitung "Nowaja Gaseta" hat am 21. November den diesjährigen Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte erhalten. Chefredakteur Dmitri Muratov und Kolumnist Jurij Rost haben die Auszeichnung in Köln entgegengenommen. Zur Begründung heißt es: "Wie kaum ein anderes Publikationsorgan in Russland steht die 'Nowaja Gaseta' für unabhängigen, aufklärerischen, mutigen und unbeirrbaren Journalismus." Die Laudatio hielt der Präsident des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert. Mit dem undotierten Preis, der nach dem 1997 verstorbenen russischen Schriftsteller Lew Kopelew benannt ist, werden Einzelpersonen und Organisationen ausgezeichnet, "die im Sinne Lew Kopelews tätig sind". Vor acht Jahren hatte die russische Menschenrechtsorganisation Memorial die Auszeichnung erhalten. Erste Rabbinerin stammt aus der Ukraine Berlin (4. November 2010) - Die erste Frau, die nach dem Holocaust in Deutschland zur Rabbinerin ausgebildet worden ist, stammt aus der ehemaligen Sowjetunion. Am 4. November 2010 erhielt Alina Treiger in einer Berliner Synagoge ihre Ordination. Die 31-Jährige wurde in Poltawa im Nordosten der Ukraine als einziges Kind ihrer Eltern geboren. Nach einer Ausbildung zur Gemeindearbeiterin in Moskau studierte sie sechs Jahre lang in Potsdam und in Heidelberg. Die erste Frau im Rabbineramt in Deutschland war die 1944 von den Nationalsozialisten in Ausschwitz ermordete Regina Jonas. Nach dem Frühstück zum Besatzer München (31. Oktober 2010) - Die Reise schließt Finnland, das Baltikum und Polen ein. Sie führt auch nach Russland, doch das sieht der Veranstalter offenbar anders. Am 6. Reisetag geht es „nach dem Frühstück ins russisch besetzte Ostpreußen“ und in die „Hauptstadt Königsberg“. So bietet der „Bayernkurier“ eine Leserreise für August 2011 an. Für die Bus- und Schiffstour an die Schauplätze deutscher Geschichte („man fühlt sich sofort zu Hause“) hat das Zentralorgan der CSU beim Parteitag Ende Oktober eigens mit einem Flugblatt geworben. Bayernkurier: „Die CSU will ihr Profil als modernste Partei Europas schärfen.“ Spätaussiedler: Potential für den Arbeitsmarkt Magdeburg (19. Oktober 2010) – Der Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Bergner, hat sich in die Debatte um den wirtschaftlichen Nutzen von Zuwanderern eingeklinkt. Bei der Suche nach Fachkräften solle Deutschland verstärkt russlanddeutsche Spätaussiedler berücksichtigen. Sie stellten ein großes Potential für den Arbeitsmarkt dar, sagte der CDU-Politiker in Dessau. Wichtiger noch als die Anerkennung mitgebrachter Hochschul- oder Berufsabschlüsse sei es, auf die Berufserfahrungen der Zugereisten zu setzen. Nobelpreis für Russlanddeutschen London (5. Oktober 2010) - Die beiden an der Universität Manchester tätigen Wissenschaftler Andre Geim und Konstantin Novoselov erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Physik. Geim ist russlanddeutscher Herkunft und gemeinsam mit seinem Kollegen auf dem Gebiet der Kohlenstoff-Forschung tätig. Der niederländische Staatsbürger stammt aus der Schwarzmeerstadt Sotschi, wo er 1958 geboren wurde. ... mehr » |